produktwarnung.eu

 

Wer sich unsicher ist, ob bestimmte Produkte gesundheitsgefährdend sind, weil sie vergammelt, verseucht, falsch deklariert, mit giftigen Stoffen belastet oder falsch zusammengebaut sind, sollte sich umgehend bei dem portal produktwarnung.eu informieren.   


Verbraucherschutz

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Zahl der Warnungen vor verunreinigten Lebensmitteln steigt

 

Schon 183 Mal hat das Bundesamt für Verbraucherschutz in diesem Jahr vor Lebensmitteln gewarnt. Am häufigsten waren Fleischprodukte betroffen.

 

8.Dezember 2019 / Quelle: afp, pf

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit muss häufiger vor verunreinigten Lebensmitteln warnen. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesamts hervor, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Bis Ende November gab die Behörde demnach 183 Warnungen heraus – fast genauso viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Im Jahr 2017 waren 161 Lebensmittel beanstandet worden, 2015 lediglich 100 Produkte. 

 

Die meisten Warnungen – insgesamt 51 – gab es in diesem Jahr wegen Fleisch, Wild, Geflügel und Wurst. Eine betraf den Fall der hessischen Wurstfabrik Wilke, die offenbar listerienverseuchte Produkte in Umlauf gebracht hatte. Danach folgen in der Statistik 27 Warnungen vor Milchprodukten. In Getreide und Backwaren kam es zu 17 Auffälligkeiten, bei Knabberwaren und Fischen gab es jeweils zehn Meldungen.

Die meisten Lebensmittel wurden wegen mikrobiologischer Verunreinigungen beanstandet. In der Regel handelt es sich um Keime, Bakterien oder Pilze, die Krankheiten auslösen können. Der zweithäufigste Grund für Warnungen waren "Fremdkörper". In 60 Fällen wurden in diesem Jahr unter anderem Glas, Metall oder Plastikteile in Produkten gefunden.

Jedes Jahr werden bundesweit mehr als 500.000 Betriebe der rund 1,2 Millionen registrierten Unternehmen der Lebensmittelbranche überprüft. Verantwortlich dafür sind die Bundesländer, die ihre Kontrolleure in die Betriebe schicken.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch sieht bei der Lebensmittelkontrolle dringenden Verbesserungsbedarf. "Nach jedem neuen Lebensmittelskandal reden wir über die gleichen alten Probleme – aber die Politik packt die entscheidenden Schwachstellen im Lebensmittelrecht nicht an", sagte Foodwatch-Sprecher Andreas Winkler den Funke-Zeitungen. Das entscheidende Problem sei, dass die Verbraucher in der Regel nicht erfahren, welche die "Schmuddelbetriebe" seien.

 




Lebensmittelskandale in Deutschland

 

Vergammelt, verseucht,

 

falsch deklariert

 

Die Skandale um illegale Praktiken in der Tierwirtschaft häufen sich. Längst sind Fipronil, Gammelfleisch, BSE, Antibiotikarückstände und Dioxinbelastung keine Fremdwörter mehr und lassen auch den unbekümmerten Konsumenten ins Grübeln kommen. In den heutigen Formen der Tierhaltung sind alle Prozessabläufe auf Kostensenkung und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Die Bedürfnisse der Tiere und die Gesundheit der Verbraucher finden kaum Beachtung. Nachfolgend sind nur die  bedeutendsten Skandale aufgelistet.   

 

Dezember 2018: Salmonellengefahr in Eifrisch-Eiern 

 

Wegen Salmonellen ruft die Firma Eifrisch aus Lohne in vielen Bundesländern Eier aus Bodenhaltung zurück. 

Die Eier seien bei Netto in Bremen und teilweise Niedersachsen, bei Lidl in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und bei Aldi Nord in den Regionalgesellschaften Horst und Großbeeren verkauft worden. Auch bei Rewe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie bei Kaufland in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen würden die Eifrisch-Eier vertrieben.

Eine behördliche Untersuchung hatte bei den Eiern Salmonellen nachgewiesen. Der Verzehr könne zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen, teilte Eifrisch mit. 

 

Oktober 2018: Verotoxin bildende Escherichia coli in zwei Rohmilchkäsesorten

Sowohl die Gut Sambach GmbH als auch der Jürgen Würth Lebensmittelgroßhandel e. K. rufen unabhängig voneinander Rohmilchkäsesorten zurück, nachdem bei Untersuchungen mögliche gesundheitsgefährdende Bakterien festgestellt wurden. Bei Gut Sambach handelt es sich um die Sorte „Hoflaibchen“, bei Jürgen Würth um „Petite Fleur Kräuter“. Eine Infektion mit E. coli äußert sich innerhalb einer Woche mit Durchfall und Bauchkrämpfen. Insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann ein schwerer Krankheitsverlauf mit blutigem Durchfall auftreten. In besonders schweren Fällen kann es zu Nierenversagen kommen. Alle Verotoxin bildenden Escherichia coli (VTEC) sind als potenzielle Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) anzusehen. Weitere Informationen finden Sie hier (Sambach) und hier (Jürgen Würth).

 

Oktober 2018: Listerien in Rohmilchkäse

Vorbeugend ruft die Hofkäserei Vetter den Blauschimmel Rohmilchkäse zurück, da bei einer Probe Listeria Monocytogenes festgestellt worden sind. Eine Infektion mit Listerien kann harmlos verlaufen und sich lediglich mit Fieber und Kopfschmerzen äußern. Kinder und immungeschwächte Personen können jedoch auch schwer erkranken. Schwere Formen einer Infektion umfassen Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen. Bei Schwangeren besteht zwar lediglich die Gefahr einer leichten Erkrankung der werdenden Mutter, aber eine erhöhte Infektionsgefahr für das Kind sowie ein erhöhtes Risiko für eine Früh- oder Totgeburt. 

 

September 2018: Salmonellen in Schnittkäse 

Die Firma Landhof „Am Ziegenried“ GmbH ruft erneut aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes das gesamte Sortiment Schnittkäse mit Mindesthaltbarkeitsdatum 24.9. bis 31.10. zurück. Vor dem Verzehr der nicht mehr genussfähigen Produkte wird gewarnt. Grund für den vorsorglichen Rückruf ist eine mikrobiologische Verunreinigung durch Salmonellen. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonellen belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. 

 

September 2018: Salmonellen in Puten-Zwiebel-Mettwurst

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Juma GmbH ihre Ostermeier Puten-Zwiebel-Mettwurst zurück. In Rahmen einer Kontrolle wurden in einer Probe Salmonellen nachgewiesen. Verbrauchern wird vom Verzehr abgeraten, da eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht auszuschließen ist. Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich mit Durchfall, Bauchschmerzen, gelegentlichem Erbrechen und leichtem Fieber. Schwerere Krankheitsverläufe sind bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem möglich. 

 

September 2018: Salmonellen in Schnittkäse

Die Firma Landhof „Am Ziegenried“ GmbH aus Dosdorf ruf aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes den Knoblauch/Basilikum Schnittkäse „Grüne Wiese“ zurück. Grund ist eine mögliche mikrobiologische Verunreinigung mit Salmonellen. Es handelt sich um eine produzierte Gesamtmenge von 68 Kilogramm. Bei einer Salmonellen-Infektion können Magen-Darm-Erkrankungen auftreten. Insbesondere bei Kindern, Senioren und immungeschwächten Menschen können alle Infektionen einen schwereren Verlauf nehmen. 

 

August 2018: Wieder Salmonellen auf Bio-Eiern

Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Firma Eifrisch Eier aus ökologischer Erzeugung zurück. Es handelt sich um Eier mit der Printnummer 0-DE-0359721. Im Rahmen von Eigenuntersuchungen wurde Salmonella Enteritidis nachgewiesen. Ein Verzehr der belasteten Eier kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten.

 

Juli 2018: Listerien in Corned Beef

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Specht Fleischwaren Vertriebs GmbH & Co. KG ihr deutsches Corned Beef der Marke Hofmaier, vertrieben durch Netto Marken-Discount, zurück. Im Rahmen einer Qualitätskontrolle wurde in einer Probe eine Belastung mit Listerien festgestellt. Listerien sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. 

 

Juni 2018: Salmonellen in Eiern

Verbraucherbehörden warnen vor einer möglichen Salmonellenbelastung in einer Charge Bio-Eier. Im Rahmen einer Eigenuntersuchung der Firma Eifrisch wurden Salmonellen nachgewiesen. Die Eier mit der Stempelnummer 0-DE-0356331 wurden in Filialen von Penny, Kaufland, Aldi Nord, Aldi Süd, Real, Lidl und Netto verkauft und vorsorglich aus dem Handel genommen. Vom Verzehr wird abgeraten. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonellen belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. 

 

Juni 2018: Wieder Fipronil in Eiern 

Nach dem Fipronil-Skandal 2017 sind erneut tausende mit dem Insektengift belastete Eier aus den Niederlanden in den Einzelhandel gelangt. Untersuchungen ergaben eine Belastung von 73.000 Eiern. Der neue Fund ist eine Spätfolge des Skandals von 2017. Auch wenn das Insektizid nicht mehr eingesetzt wird, finden sich noch immer Verunreinigungen im Boden, über die der Stoff in die Eier gelangt. Die Werte des Giftes sind vergleichsweise niedriger als zum Höhepunkt des Skandals im Jahr 2017.

2017 waren Millionen Eier vom Markt genommen und Legehennenbetriebe gesperrt worden. Die zuständigen Behörden informierten spät und unzureichend über den Vorfall. Das Ausmaß des Skandals wurde nur nach und nach bekannt gegeben.

 

Mai 2018: E.Coli in Käse

Die Fromagerie Chabert aus der Schweiz ruft den Reblochon de Savoie au lait cru 450 g wegen einer möglichen Kontamination mit toxinbildenden Escherichia coli zurück. Ein Verzehr des belasteten Käses kann gesundheitliche Folgen haben. Es können Magen-Darm-Entzündungen mit blutigem Durchfall und Fieber auftreten. Insbesondere bei Kleinkindern und immungeschwächten Personen könnten Nierenkomplikationen auftreten. 

 

 

April 2018: Rückruf von falsch deklariertem Fleisch 

Lidl ruft die „chef select Hähnchenbrust-Filetstücke Sweet-Chili, 150g“ der Charge CH 9101006 und dem Identitätskennzeichen DE NI 10045 EG zurück. Die Ware wurde mit dem falschen Mindesthaltbarkeitsdatum ausgezeichnet. Statt des 30. April 2018 sind die Produkte mit dem 30. Mai 2018 gekennzeichnet. Bei abgelaufenem Fleisch droht eine sogenannte  Fleischvergiftung, wenn das Produkt nicht durchgegart wird. Da die „Hähnchenbrust-Filetstücke“ vorgegart sind, erhöht sich das Risiko des Verzehrs für Kunden. 

 

April 2018: Salmonellen in Eiern 

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die INTER-OVO GmbH Eier aus Freilandhaltung zurück. Die Eier mit der Stempelnummer 1-DE-0353974 wurden in Filialen von Norma, REWE, Netto Marken-Discount, Penny und EDEKA verkauft und vorsorglich aus dem Handel genommen. Vom Verzehr wird abgeraten. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonellen belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten.

 

April 2018: Escheria coli in Käse 

Die Fromagerie Gaugry ruft die Käsesorten „Petit Gaugry“, verschiedene Sorten „Epoisses AOP“ und „Ami du Chambertin Gaugry“ aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes zurück. Der belastete Käse kann bei Verzehr zu fieberhaften Magen-Darmstörungen, Blutungen und insbesondere bei Kindern zu schweren Nierenkomplikationen führen. 

 

April 2018: Listerien in Weichkäse

Die „Société fromagère de la Brie“ ruft den Rohmilch-Weichkäse „Le Coulommieres 45% mg“ wegen eines Nachweises von Listeria monocytogenes zurück. Listerien sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. 

 

April 2018: Salmonellen in Geflügelsalami

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Zur Mühle GmbH die Salamiprodukte „Wilhelm Brandenburg - Geflügelsalami Sticks mit Pflanzenfett, luftgetrocknet, mit Edelschimmel, 90 g“ sowie „Marten Salametti Minisalamis-Geflügel, 100 g“ zurück. In Laborkontrollen wurden vereinzelt Salmonellen festgestellt. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. 

 

April 2018: Escherichia coli in Camembert

Das französische Unternehmen Fromagerie du Plessis hat aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes seinen Camembert de Normandie wegen eines Nachweises von Kolibakterien zurückgerufen. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. 

 

Februar 2018: Norovirus in Austern

Das Unternehmen CULTINER FRANCE – Moule D’Armor führt einen Rückruf von Austern aufgrund eines Nachweises von Noroviren durch. Eine Lebensmittelvergiftung durch den Norovirus äußert sich durch schwere Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen, Übelkeit und Durchfall begleitet von Fieber. Besonders Kleinkinder, ältere Personen und Personen mit Immunschwäche sind erheblich gefährdet. Der Hersteller informiert in einer Pressemitteilung über betroffene Chargen und Produktnummern. Austern sind eine häufige Infektionsquelle für Norovioren und gelten im Allgemeinen als Reservoir für menschliche Norovirenstämme.

 

Februar 2018: C.Coli auf Eiern 

Aufgrund einer Campylobacter-Bakterienkontamination (C.Coli) auf der Außenschale von Eiern aus Bodenhaltung ruft der Geflügelhof Ertl Eier zurück. Die Produkte wurden von Rewe- und Edeka-Filialen in Ober- und Niederbayern sowie in der Oberpfalz verkauft. C.Coli-Infektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall, Fieber und Bauchschmerzen.

 

Januar 2018: Großer Milchskandal in Frankreich

Mitte Januar sorgte ein großer Skandal in Frankreich für Schlagzeilen. In 83 Ländern wurden mehr als zwölf Millionen Packungen Baby-Milchprodukte aufgrund einer Salmonellenbelastung zurückgerufen. Bereits im Dezember rief der Molkereikonzern Lactalis wegen Salmonellengefahr weltweit Produkte zurück, nachdem 20 Babys im Alter unter sechs Monaten erkrankt waren. Deutschland sei nicht betroffen gewesen. Im Januar erhöhte sich die Zahl der erkrankten Babys auf 35. Ursache soll eine Verunreinigung einer Trocknungsanlage in Craon sein, die nun gereinigt und desinfiziert wurde.

Obwohl Lactalis seit Ende 2016 nicht mehr für Rossmann produziert schloss sich die Drogeriekette am 20.01.2018 vorbeugend dem Rückruf an. Kunden sollten die „Babydream“-Milchnahrungsprodukte mit dem Hinweis „Hergestellt in der EU“ nicht mehr verwenden. 

 

Januar 2018: Teewurst mit Salmonellen belastet

In der Delikatess Teewurst 125 g der Westfälischen Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH wurden im Rahmen amtlicher Untersuchungen Salmonellen nachgewiesen. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes wird die Chargennummer L87 HXS mit Mindesthaltbarkeitsdatum 08.02.2018 zurückgerufen, andere Produkte seien nicht betroffen. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonellen belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten.

 

Januar 2018: Listerien in Hähnchenprodukten

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Zur Mühlen Markenvertriebs GmbH & Co. KG mehrere Hähnchen-Produkte zurück. Im Rahmen einer Qualitätskontrolle konnten vereinzelt Belastungen mit Listerien festgestellt werden. Betroffen sind verschiedene Produkte der Marken Güldenhof, Snack Time, Böklunder, Gutfried, penny to go und Redlefsen. Listerien sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben.


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2018: Salmonellen in Bioeiern

Nachdem auf einem Hof in Papenburg Salmonellen in Bio-Eiern nachgewiesen worden sind, sollen dort alle 14.000 Hennen geschlachtet werden. Das teilte der Landkreis Emsland NDR 1 Niedersachsen mit. Auf dem Hof werden täglich 10.000 Eier produziert, die weiterhin verkauft werden dürfen. Allerdings kommen die Eier jetzt nicht mehr als Frischware, sondern pasteurisiert in den Handel. Durch das Erhitzen werden die Salmonellen in den Eiern abgetötet. Gleiches gilt auch für das Fleisch der Hühner. Der Betrieb bleibt so lange gesperrt, bis die Hennen geschlachtet sind und die Anlagen gereinigt werden können. 

                                                                       

2013: Pferdefleisch in Fertiggerichten

In Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern werden Spuren von Pferdefleisch in Millionen Fertiggerichten entdeckt. Betroffen sind hierzulande große Supermarktketten wie Edeka, Aldi Süd, Kaiser's Tengelmann, Lidl und der Tiefkühl-Heimlieferservice Eismann. Entdeckt wird Pferdefleisch in Tiefkühl-Lasagne-Produkten, teils aber auch in Ravioli, Tortelloni oder Dosengulasch.

Quelle: dpa

 

2012: Mäusekot in Brotfabrik

Nach dem von Behörden verhängten Produktionsstopp in einer Brotfabrik bei München meldet die Bäckereikette Müller-Brot Insolvenz an. Kontrolleure fanden wiederholt Mäusekot und Speisereste von früheren Produktionen in Maschinen der Bäckerei.

Quelle: dpa

 

2011: 50 Tote durch Ehec

In Deutschland sterben rund 50 Menschen an den Folgen des gefährlichen Ehec-Darmkeims. Die Behörden warnen vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalate. Später stellt sich heraus: Ehec war von belasteten Sprossen aus Ägypten ausgelöst worden.

Quelle: dpa

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2010: Dioxin in Biofuttermittel

Mit Dioxin belastetes Biofuttermittel eines niederländischen Herstellers wird in elf Bundesländer geliefert. Vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden viele Biohöfe gesperrt.

Quelle: dpa

                                                                          

2008: Würmer und Mäusekot in Mozzarella

Vergammelter Mozzarella aus Italien landet auch auf deutschen Käsetheken. Insgesamt sollen rund 11.000 Tonnen des mit Würmern und Mäusekot verunreinigten Käses europaweit als frische Ware in Supermärkten angeboten worden sein.

Quelle: dpa

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2005: Verdorbenes Fleisch

Mindestens 50 Betriebe und Lager in mehreren Bundesländern sind in Geschäfte mit verdorbenem Fleisch verwickelt. Große Mengen wurden zu Döner, Bratwurst und Geflügelnuggets verarbeitet. Besonderes Aufsehen erregte ein Unternehmer aus dem bayerischen Deggendorf: Er importierte tonnenweise Schlachtabfälle aus der Schweiz, deklarierte sie um und verkaufte sie an Lebensmittelproduzenten im In- und Ausland.

Quelle: dpa

 

2005: Verbrauchsdatum manipuliert

In zwei Filialen der Supermarktkette Real-Markt bei Hannover werden Mitarbeiter beim Manipulieren von Fleischverpackungen ertappt. Sie hatten Hackfleisch mit abgelaufenem Verbrauchsdatum neu verpackt und so das Verfallsdatum verlängert. Mitarbeiter und Kunden anderer Supermärkte melden sich mit ähnlichen Vorwürfen.

Quelle:dpa

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2001: Antibiotikum in Shrimps

Mit dem in der EU verbotenen Antibiotikum Chloramphenicol belastete Shrimps aus Asien gelangen über die Niederlande nach Deutschland. Die EU beschließt, die Einfuhr von Shrimps, Geflügel, Honig und Kaninchenfleisch aus China zu verbieten.

Quelle: dpa

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1997: Rinderseuche BSE

Ein Skandal um illegale Rindfleisch-Importe aus Großbritannien verunsichert die Verbraucher. Aus Angst vor der Rinderseuche BSE werden in Deutschland Tausende Tiere getötet, der Konsum von Rindfleisch geht drastisch zurück. Als Auslöser der Krankheit gilt die Verfütterung von Tiermehl und Tierfett, die 2001 europaweit verboten wird.

Quelle: dpa

 

1980: Östrogen in Babynahrung

In Kalbfleisch wird das synthetische Östrogen DES (Diethylstilbestrol) gefunden - auch in Babynahrung. Alete und Hipp nehmen daraufhin ihre Kalbfleischkost vom Markt. Wie der "Spiegel" berichtet, legt ein Kalb bei der seit 1958 verbotenen Östrogen-Aufzucht deutlich mehr Gewicht zu - so können die Züchter ihren Gewinn verdoppeln. DES steht im Verdacht, krebserregend zu wirken.