10. April 2019 Oldenburgische Volkszeitung

Tierschützer erheben schwere Vorwürfe gegen den Goldenstedter Wachtelstall Kolhoff. Tierschützer sprechen von Tierquälerei und Verbraucherbetrug. Daher habe ich den Betrieb aus der Liste entfernt

 

GOLDENSTEDT

 

„Wildartig“

 

Sie schmecken ganz ähnlich wie Hühnereier, dabei aber etwas intensiver und leicht „wildartig“. Klein, fein und kostspielig – für Wachteleier waren dies lange die Hauptmerkmale. Entsprechend kamen die nur etwa  9 g leichten Mini-Eier der Wachtel vor allem bei besonderen Anlässen auf den Tisch und galten eher als hübsche essbare Deko, weniger als „echtes“ Lebensmittel. In China und Japan, wo wilde Wachteln besonders häufig vorkommen, waren Wachteleier schon vor vielen Jahrhunderten als preiswerte und wichtige Quelle für Eiweiß beliebt. Eine teure und seltene Delikatesse sind sie aber dennoch nicht mehr, denn längst züchtet man die ursprünglich wilde Wachtel im großen Stil und kann darum auch Wachteleier in größeren Mengen und zu moderaten Preisen anbieten. So klein sie sind – bei einigen Nährstoffen haben Wachteleier im Vergleich zu Hühnereiern die Nase vorn. Sie enthalten z.B. mehr Eisen, Vitamin B1 und Vitamin B12, aber rund 15 % weniger Cholesterin. Wachteleier sind außerdem eine interessante Alternative für alle, die auf Hühnereiweiß allergisch reagieren.

Alfons Kolhoff

Kleegrasweg 10

49424 Goldenstedt

Tel.: 0157-357 888 99