GOLDENSTEDT

 

„Wildartig“

 

 

Sie schmecken ganz ähnlich wie Hühnereier, dabei aber etwas intensiver und leicht „wildartig“. Klein, fein und kostspielig – für Wachteleier waren dies lange die Hauptmerkmale. Entsprechend kamen die nur etwa  9 g leichten Mini-Eier der Wachtel vor allem bei besonderen Anlässen auf den Tisch und galten eher als hübsche essbare Deko, weniger als „echtes“ Lebensmittel. In China und Japan, wo wilde Wachteln besonders häufig vorkommen, waren Wachteleier schon vor vielen Jahrhunderten als preiswerte und wichtige Quelle für Eiweiß beliebt. Eine teure und seltene Delikatesse sind sie aber dennoch nicht mehr, denn längst züchtet man die ursprünglich wilde Wachtel im großen Stil und kann darum auch Wachteleier in größeren Mengen und zu moderaten Preisen anbieten. So klein sie sind – bei einigen Nährstoffen haben Wachteleier im Vergleich zu Hühnereiern die Nase vorn. Sie enthalten z.B. mehr Eisen, Vitamin B1 und Vitamin B12, aber rund 15 % weniger Cholesterin. Wachteleier sind außerdem eine interessante Alternative für alle, die auf Hühnereiweiß allergisch reagieren.

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Kampf dem Plastikmüll

Essbare Verpackungen aus Algen und Milchproteinen

 

 

(BZfE) – Lebensmittel werden häufig in Kunststoff verpackt. Da die Plastikflut Umwelt und Meere belastet, sind weltweit nachhaltige Lösungen gefragt. Für eine essbare und biologisch abbaubare Verpackung kommen verschiedene Ausgangsstoffe wie zum Beispiel Algen und Milchproteine in Frage.

In Deutschland hat die Hochschule Bremerhaven gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut und einer Fisch-Fastfood-Kette ein Projekt gestartet, um in den kommenden zwei Jahren einen nachhaltigen Behälter für Snacks zum Mitnehmen zu entwickeln. Die kompostierbare Verpackung soll ausschließlich aus Algen der Nordsee hergestellt werden. Eine Herausforderung wird sein, dass die essbare Schachtel nicht nach Algen schmeckt, verfärbt oder schnell aufweicht, erklären die Wissenschaftler. In einem ersten Schritt werden die Algen gezüchtet und analysiert, welche Gruppe für diesen Zweck besonders geeignet ist.

Eine weitere innovative Idee ist die essbare Wasserflasche als umweltfreundliche Alternative zu Plastikflaschen. Das Start-Up-Unternehmen Skipping Rocks Lab aus London hüllt Wasser in eine biologisch abbaubare Membran, die geschluckt und verdaut werden kann. Sie besteht aus einem Seetang-Extrakt und ist in vier bis sechs Wochen vollständig verrottet. In Zukunft soll der essbare Wasserbehälter in verschiedenen Größen bei Veranstaltungen wie Festivals und Marathonläufen angeboten werden. Es kann ein Loch in die Membran gestochen oder der ganze Wasserballon geschluckt werden. Auch Limonade und alkoholische Getränke könnten theoretisch auf diese Weise verpackt werden.

In Indonesien stehen biologisch abbaubare Verpackungen aus Algen offenbar kurz vor der Markteinführung. Dieses Land verursacht nach China den meisten Plastikmüll im Meer. Das Unternehmen Evoware hat ein bekömmliches Material aus Seetang entwickelt, in das unter anderem Burger, Instantnudeln, Kaffeepulver und Gewürze gehüllt werden. Die Algenbehälter lösen sich in heißem Wasser auf. Ein Problem sind die relativ hohen Kosten, da der Herstellungsprozess noch mit viel Handarbeit verbunden ist.

Auch Milcheiweiße haben das Potenzial zur kompostierbaren und essbaren Verpackung. Das Protein Casein ist ein natürlicher Bestandteil der Milch und gibt zum Beispiel Käse seine feste Form. Es ist gelungen, die Proteine zu vernetzen und einen durchsichtigen, biegsamen und dünnen Film zu entwickeln. Nach Aussage der Wissenschaftler von der American Chemical Society lässt sich mit diesem Film die Haltbarkeit von frischen Lebensmitteln erhöhen.

Umweltschützer sehen den Einsatz von biologisch abbaubaren Behältern allerdings nicht unbedingt positiv. Sie befürchten, dass manche Konsumenten kompostierbare Verpackungen noch leichtfertiger in die Natur werfen. Ein weiteres Problem ist, dass industrielle Kompostieranlagen biologisch abbaubare Verpackungen oft aussortieren, weil sie längere Zeit zum Verrotten brauchen, sodass sie schließlich doch verbrannt werden.

 

Heike Kreutz, www.bzfe.de

 Von der Arme-Leute-Küche zur Schlemmerregion Oldenburger Münsterland mit Messer und Gabel

 

Über die Jahrhunderte haben sich im Oldenburger Münsterland die verschiedensten Rezepte entwickelt, die das Lebensgefühl in der weitläufigen Moor-, Geest- und Heidelandschaft mit allen Sinnen spürbar machen. Und wo schmeckt das Essen am besten? Natürlich dort, wo es herkommt! So sind Feinschmecker aus dem ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus gern gesehene Gäste in der Region. Die Entdeckungstour mit Messer und Gabel führt in zahlreiche urgemütliche Restaurants und Gasthöfe, zu ungewöhnlichen Genusshandwerkern und reichhaltigen Hofläden. Wie das Land so die Küche - regionale Spezialitäten Typisch für die Küche des Oldenburger Münsterlandes: ihre herzhaften Speisen. Frische Zutaten, regionale Produzenten und ein ganz eigenes Verständnis für Würze machen die Spezialitäten der Region zu einzigartigen Beispielen einer ursprünglichen und doch modernen Esskultur.

 

Die vermutlich edelste Köstlichkeit aus dem Oldenburger Münsterland ist der Spargel. Die weißen und grünen Stangen finden in den Böden der Region ideale Wachstumsbedingungen. Nach der Ernte muss dann alles ganz schnell gehen. Spargel muss frisch gegessen werden. Und im Oldenburger Münsterland findet er mit guten Kartoffeln, frischer Landbutter und kräftigem Schinken perfekte Partner, um zu einer echten Spezialität zu werden. In den vielfältigsten Varianten ist der Spargel von April bis Juni auf den Speisekarten der heimischen Restaurants zu finden. Und die Königin des Gemüses hat viele Liebhaber in der Region. Ein Umstand, der gefeiert wird. Bereits seit über 15 Jahren lädt die Spargelregion am Freitag vor Muttertag zum größten gastronomischen Ereignis in Niedersachsen, dem Oldenburger- Münsterland-Spargelessen, ein.

 

Im Juni steht die aromatische Erdbeere im Mittelpunkt der Gastronomie, am liebsten in Form von leckeren Torten und süßen Nachspeisen. Die Erdbeere wächst im Oldenburger Münsterland auf großen Feldern. Neben den direkten Vertriebsständen in der Region sind die schmackhaften Früchte auch im Einzelhandel erhältlich. Ein besonderer Spaß ist es aber, die Erdbeeren auf einem der Besucher-Felder selber zu pflücken. Kilmerstuten genießen Ein weiteres regionales Highlight ist der "Kilmerstuten". Gemeinsam mit den Bäcker- und Fleischerinnungen der Kreishandwerkerschaften Cloppenburg und Vechta stellte der Verbund Oldenburger Münsterland im vergangenen Jahr auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin das neue eingetragene Markenzeichen Original Kilmerstuten Oldenburger Münsterland vor. Kilmer ist ein plattdeutsches Wort für Taufe, Kindtaufe. Der Kilmerstuten war ursprünglich ein Akt der Nachbarschaftshilfe, da in früheren Zeiten die Taufe eines Kindes spätestens drei Tage nach der Geburt erfolgte und die Mutter noch tatsächlich im Wochenbett lag. In der Regel erhielt sie daher vom Nachbarn Proviant in einem Tuch überbracht. Aus diesen Ursprüngen ist der Brauch entstanden, einem Paar zur Geburt eines Kindes einen Kilmerstuten zu bringen.