Kleine Kräuter aus Emstek sind große Geschmacksbomben

Drei junge Männer haben ein Unternehmen gegründet, um mit "Microgreens" aus der Region die Küchen zu erobern. Einige Gastronomen haben sie schon überzeugt.

Thomas Vorwerk | 21.06.2021

Wenige Zentimeter hochgewachsen, leuchtend grün und voller Geschmack: So präsentiert sich die Ernte von "Richtig Frisches Kraut", wenn Dimitri Reimann, Konstantin Fogel und Eduard Krop das Messer ansetzen. Aus den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen haben sie ihre Marke abgeleitet und damit das Konzept auf den Punkt gebracht. Die Radieschen, die am Freitag geerntet werden, finden sich am nächsten Tag auf ausgewählten Wochenmärkten in Vechta und Oldenburg wieder.

Dabei setzen die jungen Herren auf "Microgreens". "Micro" beschreibt  die Größe der Pflänzchen zur Erntezeit; mit "Greens" wird die Gesamtheit an Gemüsepflanzen, Kultur- und Wildkräutern genannt, die für diese spezielle Anbautechnik verwendet werden können. Ins Deutsche übersetzt geht es also um Gemüse- und Kräuterkeimlinge, die als Baby-Pflänzchen geerntet und frisch verzehrt werden können.

Haltbar sind die Kräuter mindestens eine Woche. So lange dauert es beim Senf auch, bis er erntereif ist. Die anderen Pflanzen benötigen 12 bis 14 Tage. Dann wird es auch höchste Zeit, denn wenn man zu lange wartet, verändert sich der Geschmack wieder deutlich.

Radieschen. Kennt man. Eine leuchtend rote Knolle. Schmeckt im Salat oder auch auf dem Brot. In dem ehemaligen Lager einer Kfz-Werkstatt, die das Trio in Emstek angemietet hat, ist die Pflanze aber bereits nach wenigen Tagen erntereif und die eigentliche Frucht ist noch nicht ansatzweise zu sehen. Der Geschmack ist allerdings im Grün bereits voll ausgeprägt und entwickelt nach Sekunden die bekannte Schärfe im Mund.

Als Rucksacktouristen bewusste Ernährung kennengelernt

"Wir sind Ende 2019 damit als Nebenprojekt gestartet und arbeiten auch heute noch alle in unseren ursprünglichen Berufen", sagt Dimitri Reimann. Mit Lebensmitteln hatten er und die beiden Mitstreiter bislang wenig zu tun. Sie sind in der Kunststoffbranche beziehungsweise im Einkauf für den Fahrzeugbau tätig. Dennoch haben die drei einiges gemeinsam. Sie haben in etwa das gleiche Alter und kennen sich aus Sandkastenzeiten. Sie waren – unabhängig voneinander – als Rucksacktouristen im Ausland unterwegs und haben auf dieser Reise eine bewusste Ernährung kennengelernt oder aber wie Reimann in Australien auf einer Farm gearbeitet.  

Daraus ist – auf Umwegen – die Idee für ein eigenes Start-up entstanden. "Regionale Lebensmittel liegen im Trend und auch Nachhaltigkeit ist ein Thema", sagt Reimann. Im näheren Umfeld hat man mit Gastronomen zusammengearbeitet und sich einen kleinen Kundenstamm aufgebaut. Corona allerdings hat auch die Arbeit der Köche betroffen und damit Auswirkungen auf das Geschäft der Emsteker.  

Das Jungunternehmen ist hochflexibel und kann sich relativ schnell auf eine veränderte Nachfrage einstellen. Hatten sie zunächst nur den Vorraum des Mietobjektes genutzt, um dort Erfahrungen zu sammeln, welches Saatgut auf welchem Medium bei welcher Temperatur am besten gedeiht, sind sie – nach einem enormen Putzeinsatz – in die größere Garage umgezogen. "Das passt. Apple ist schließlich auch in einer Garage angefangen", scherzt Reimann.

Supermärkte sind bereits aufmerksam geworden

Wie weit dieser Vergleich zulässig ist, muss die Zeit zeigen. Auf jeden Fall hat "Richtig Frisches Kraut" schon Aufmerksamkeit erregt. Es gibt bereits Supermärkte, die Radieschen, Erbsen und Sonnenblumen als sogenannte "Microgreens" in ihr Sortiment aufnehmen wollen. "Dann müsste aber vermutlich wenigstens einer von uns in Vollzeit arbeiten."

Die Herren verwenden Bio-Ware, auch wenn sie selber nicht zertifiziert sind und entsprechend kein Siegel führen dürfen. Die Abläufe genügen aber schon jetzt höheren Standards, versichern die Jungunternehmer. Handschuhe und Mundschutz sind selbstverständlich. Die Tische sind aus hygienischem Edelstahl. Verpackt wird in Pappschalen, allerdings mit einem Plastikdeckel. "Da haben wir noch keine bessere Lösung gefunden, denn der Kunde will die Ware sehen." 

Vielseitig in der Küche einsetzbar

An der Vielseitigkeit ihrer Produkte lassen die Männer keinen Zweifel. Von ihren Kunden wissen sie, dass die kleinen Pflanzen im Sushi zum Einsatz kommen, aber auch als Pesto. "Ein Koch hat mit Microgreens gefüllte Champignons auf der Speisekarte." Auch Mais wird angebaut und als kleine Pflanze geerntet. "Der schmeckt sehr süß und ich könnte ihn mir gut zum Dessert vorstellen."

Die Gastronomie soll weiterhin ein Standbein sein. Um auch die Hobby-Köche mit Rucola, Senf und Brokkoli zu erreichen, wollen die Jungunternehmer ihre Präsenz auf Wochenmärkten verstärken und auch Hofläden als Abnehmer gewinnen. Die Produktion lässt sich am aktuellen Standort relativ schnell skalieren  und auch wenn die Pflanzen stets klein bleiben, Dimitri Reimann, Konstantin Fogel und Eduard Krop haben nichts dagegen, wenn das Unternehmen richtig groß wird. 

 

 

Hofladen Reinke

Visbek

Erdbeeren, Himbeeren, Kartoffel etc.)


Frische Bio-Eier

Helga Warnke

Meyerhöfen 21

49429 Visbek

Tel.: 04445 - 1613


Bio-Restaurant Liekedeeler

Der Liekedeeler in Verden

 

Das Bio-Restaurant Liekedeeler in Verden gibt es seit 2007, bio-zertifiziert seit 2009. Unsere Küche ist bunt und vielfältig, biologisch und auch immer wieder vegetarisch oder vegan, lecker und auch mal fein und vor allem: bezahlbar. Bei uns bekommen Sie schickes Fingerfood ebenso wie badischen Kartoffelsalat, Schwarzwälder Kirschtorte oder vegane Dinkel-Muffins... Unser Schwerpunkt liegt im Mittagstisch, bei hausgebackenen Kuchen & Torten, der Bewirtung von Tagungen und der Ausrichtung von kleinen und großen Feiern in unseren schönen Räumen.

 

Unsere Küche ist ehrlich und von Hand gemacht - Qualität ist uns wichtig, und zwar Bio-Qualität. Und wir kochen wirklich alles frisch, bei uns gibt es keine Fertiggerichte, keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe und im Dezember keine Erdbeeren. Dafür aber hochwertige Zutaten aus der Region und das Kartoffelpürrée wird bei uns aus Kartoffeln gemacht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist unsere kleine, aber feine Auswahl deutscher & europäischer Bio-Weine. Und Nachhaltigkeit hört bei uns nicht an der Küchentür auf, sondern zieht sich durch das ganze Unternehmen...das kleine vielfältig aufgestellte Team wird angeführt von Birgit Breuers & Ramona Kücker – und wir bilden natürlich auch aus: im Service und in der Küche – weil wir es wichtig finden und eine Menge weiterzugeben haben.

 

www.liekedeeler-verden.de


Alte Apfelsorten: Die Rückkehr des guten Geschmacks


Preisträger Bioland-Hof Brummer-Bange.

Gerade erst konnten Maria und Detert Brummer-Bange den Preis „Spitze! Ausgezeichnete Landwirtschaft für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück“ entgegennehmen, verliehen von „Umweltschutz und Lebenshilfe, Melle“.

Die Auszeichnung erfolgte „für das Bioland-Prinzip und den gut geführten Naturkostladen“. Zudem hätten die Akteure „Brummer-Bange vielfach artenreiche Säume angelegt und nehmen seit etlichen Jahren Äpfel für die Mosterei Lammersiek an. Dadurch können hier in der Region auch Obstwiesen erhalten bleiben.“



lebensmittelwarnung.de


Meyer-Hof

Zur Flachsröde 3
26197 Großenkneten

 

Tel 04487 - 1278

 

 

 

Hof Wolters 

Ahlhorner Str. 18
26197 Großenkneten

 

 

Lethe-Hof Böckermann

Garreler Straße 33
26197 Großenkneten

 

Tel 04435 - 95096

 

 


Herta

 

Karl Ludwig Schweisfurth, auf dem Gut Herrmannsdorf bei Glonn in Bayern, Schweine nach den Grundsätzen der ökologischen Landwirtschaft zu halten. Aus dieser Zeit stammt sein Zitat:

„Mir war schlagartig klar, dass Fleisch von derart gequälten Tieren keine lebensfördernde Nahrung für uns Menschen sein kann.“


Artlandkotten

Bremer Straße 112

49610 Quakenbrück

Deutschland

Telefon: 0 54 31 / 90 86 340

Homepage: www.artlandkotten.de

E-Mail: info@artlandkotten.de

 

Rechtliche Angaben:

Inhaber: Dirk Korfhage


 

Kleybrinks

Bei dem SB Hofladen in Stemwede-Twiehausen bekommt ihr leckere und regional hergestellte Produkte wie Eier, Nudeln, Wurst und vieles mehr. Auch bei uns im Laden haben wir eine kleine Auswahl für euch.

Adresse

Hohenlüchten 7
32351 Stemwede


 TIPPS-T-Markthalle-Alfhausen-2016

 

 

GEMEINDE GREIFT PROJEKT AUF

Markthalle könnte Alfhausen beleben

Alfhausen. Vier Alfhausener planen eine genossenschaftlich betriebene Markthalle für regionale Produkte. Die Gemeinde möchte ihr Konzept ausweiten und zur Neugestaltung ihres ehmaligen Gemeindebüros nutzen.

Die Idee kam beim Weihnachtsessen mit dem befreundeten Ehepaar Wörtmann, berichtet Rochus Marszalkowski. Da ging es um die Frage, ob man den Innenort nicht mit einem Dorfladen beleben könne, einer Mischung aus Laden und Kulturzentrum. Die Marszalkowskis lernten das Konzept in Köttingen bei Erftstadt kennen.

Hermann Wörtmann war begeistert und holte Rudi Gosmann und Jürgen Holtkämper ins Boot. Die beiden engagieren sich in der Erhaltung seltener Haustierrassen und alternativer Haltungsformen und seien ebenfalls Feuer und Flamme gewesen. Doch mit ihnen habe sich das Konzept in Richtung einer kleinen Markthalle entwickelt, die regional erzeugte Produkte anbietet. Sie könnte Kochkurse anbieten, um ihren Kunden zu zeigen, wie man die Lebensmittel zubereitet, die die Markthalle anbietet. Auch andere kulturelle Veranstaltungen wie etwa Lesungen wären denkbar.

Platz für eine solche etwa 70 Quadratmeter große Markthalle wäre zum Beispiel in der ehemaligen Dorfschule und späteren Gemeindeverwaltung an der Schulstraße. Marszalkowski hat hier als Unternehmensberater und Coach ein Büro. Die ideale Organisationsform für ihr Projekt „Markthalle – Alfhauser Dorf(er)leben“ sieht das Quartett in der Genossenschaft. Um nämlich wie gewünscht das Dorfleben zu bereichern, braucht die Markthalle breite Unterstützung, ideell und selbstverständlich auch finanziell. Und die Genossenschaft sichert ihre Unterstützer am besten vor dem wirtschaftlichen Risiko ab.

Genossenschaft „i.G.“

Die Genossenschaft in Gründung beteiligt sich mit ihrem Konzept an einem Wettbewerb des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems. Bald wollen die vier es auch öffentlich vorstellen, auf der Herbstkirmes etwa oder dem Weihnachtsmarkt in Alfhausen.

Die Gemeinde als Eigentümerin des Altbaus an der Schulstraße sucht schon lange nach einer neuen Nutzung für das Gebäude, das sanierungsbedürftig ist. „Wir mussten da sowieso etwas machen“, sagt Bürgermeister Klaus Wübbolding. Im Juli habe die Sache rasch Fahrt aufgenommen. Weil die Markthalle nur einen Teil des Gebäudes nutzen würde, sollen Ferienwohnungen entstehen, Übernachtungsmöglichkeiten gebe es noch zu wenige in Alfhausen.

Für Sanierung und Umbau steht eine Summe von 1,6 Millionen Euro im Raum. Die Gemeinde als Bauherr könnte 73 Prozent der Bausumme als Zuschuss aus dem Topf für Dorferneuerung einwerben. Die Pläne wurden mit der IPW Ingenieurplanung abgestimmt und dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL), das für Dorferneuerung zuständig ist.

Nach Vorarbeiten im Planungsausschuss machte der Gemeinderat Nägel mit Köpfen. Drei Architektenbüros aus der Region mit Erfahrung in Altbausanierung sollen Entwürfe einreichen, beschloss er in seiner jüngsten Sitzung. Im September sollen sie ihre Konzepte vorstellen, bis Mitte Februar muss die Gemeinde ihren Antrag auf Förderung beim ArL gestellt haben, damit der im gleichen Jahr bewilligt werden kann.

Drei Projekte für die Dorfmitte

Bevor der Umbau beginnt, muss eine Lösung gefunden werden für eine langjährige Mieterin einer Wohnung im Gebäude. Fertig werden dürfte das Bauprojekt frühestens 2018. Dann soll der Betrieb ausgeschrieben werden, die Genossenschaft kann sich darum bewerben.

Nicht weit entfernt soll bald Alfhausens neuer Kindergarten entstehen. Und gegenüber der alten Gemeindeverwaltung befindet sich der alte Friedhof. Für den gibt es schon länger Pläne für eine Umgestaltung zu einem kleinen Park, die kürzlich noch einmal überarbeitet wurden. Zusammen mit der Markthalle samt kleinem Kulturzentrum und Ferienwohnungen dürften diese drei Projekte die Dorfmitte aufwerten und für eine spürbare Belebung sorgen, erwartet der Bürgermeister im neuen Gemeindebüro.

Das sieht Marszalkowski in seinem Büro in der alten Gemeindeverwaltung drei Straßen weiter durchaus ähnlich. Die Genossenschaft in Gründung muss nun aber zuerst einmal ihr eigenes Projekt Markthalle voranbringen, sagt er.

 

 



Tierwohl hat's beim Fleischer leichter

Die traditionelle Landfleischerei kann flexibel reagieren und die Kundschaft scheint dort bereit zu sein, einen höheren Preis zu zahlen. Allerdings gibt es immer weniger Geschäfte.

Thomas Vorwerk | 16.11.2020

Da soll sich noch jemand zurechtfinden: "Aus schonender Haltung", "aus nachhaltiger Tierhaltung", "Außenklima", "40 Prozent mehr Platz" oder "Tierwohl-Label in gelb". Hinzu kommen noch Bio-Siegel und individuelle Kennzeichnungen einzelner Lebensmittelketten.

Es liegen nicht mehr ausschließlich Produkte aus der Intensivtierhaltung in den Kühltheken. Der Markt hat reagiert - wozu in den vergangenen Jahren auch Schlagzeilen über Verstöße bei Aufzucht und Schlachtung geführt haben dürften.

"Umfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit von Verbrauchern Fleisch aus artgerechterer Tierhaltung kaufen will. Dennoch liegt der Marktanteil von extensiv erzeugtem Rindfleisch in Deutschland bei weniger als fünf Prozent, bei Schweine- und Geflügelfleisch sogar unter einem Prozent", schreibt die Verbraucherzentrale.

Produkte aus konventioneller Haltung sind weiter im Angebot

Im Gegensatz zum breit aufgestellten Supermarkt und Discounter reagiert die kleine inhabergeführte Fleischerei anders auf die Situation: "Seit dem Sommer haben wir Schweinefleisch von Tieren aus Offenställen -  ein Stallkonzept mit besonders artgerechter Tierhaltung", sagt Maria Moors, Geschäftsführerin des Emsteker Traditionsunternehmens.

Zwar gebe es auch weiterhin Produkte aus konventioneller Haltung, doch den überwiegenden Anteil machen Schweine aus, die auf Stroh liegen und an die frische Luft gehen können. Im Geschäft laufen auf einem großen Bildschirm Filme, die bei Landwirten gedreht wurden und zeigen, wie die Tiere aufgewachsen sind.

Die Preise sind mit den neuen Produkten angezogen und vereinzelnd gebe es auch Kunden, die das Personal darauf ansprechen würden, berichtet Maria Moors. Der Großteil aber akzeptiert dies.

Daraus ein generelles Einkaufsverhalten abzuleiten, ist allerdings gewagt. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stellte in einer mehrjährigen Beobachtung fest, dass Verbraucher zwar immer qualitätsbewusster werden - 53 Prozent der Teilnehmer antworteten, „vor allem auf die Qualität“ zu achten, doch 49 Prozent haben "vor allem den Preis" im Fokus.

"Die Situation um das traditionelle Handwerk ist traurig."Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Wer den Kassenzettel im Blick hat, wird seinen Wocheneinkauf wohl nicht in der Land-Fleischerei bestreiten, der ohne industrielle Fertigung hochpreisiger ist. Allerdings haben diese Kunden auch immer weniger Gelegenheit dazu. Im Landkreis Cloppenburg listet die Kreishandwerkerschaft noch acht Innungsbetriebe unter den Fleischereien auf.

"Die Situation um das traditionelle Handwerk ist traurig", erklärt Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, im Gespräch mit der Redaktion.

Auszubildende sind Mangelware

Und auch Nachwuchs ist Mangelware. Dass der letzte Auszubildende bei Moors in Emstek seine Abschlussprüfung gemacht hat, ist schon ein paar Jahre her. Und mit Fachkenntnissen in der Fleischverarbeitung alleine ist es auch nicht getan. Buchhaltung, Einkauf, Kalkulation und Dokumentation nehmen einen guten Teil der Arbeit ein.

"Wenn ich meine Frau nicht hätte, die das alles erledigt, gäbe es die Fleischerei schon lange nicht mehr", sagt Handwerksmeister Rudolf Moors. So dürfte es auch anderen Betrieben gehen.

 

 

Aus MeinMarktstand

 

Bäckerei Ripken aus Aspen

Eytjehof in Wiefelstede

Alchammas Imkerei aus Oldenburg

Fehnland Ziegenkäse aus dem Emsland

Meerpol Metzger aus Oldenburg

Hühnerhof Coldewaey aus Großenkneten

Golden Secret (Müsli) aus Bremen

La Molienda (Kaffeee) aus Bremen


UWE UND MARION SCHONE FÜHREN 150-JÄHRIGE TRADITION FORT

Das Quakenbrücker Weinhaus Köster besitzt den größten Weinkeller Niedersachsens

Von NOZ

 

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Quakenbrück. Marion Schone ist eine Frau mit dichtem haselnussbraunen Haar. Wenn sie vom Geschäft redet, leuchten ihre Augen. „Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert vom Wein. Schon als Mädchen haben wir zwei Schwestern unseren Eltern geholfen, zum Beispiel beim Flascheneinlagern im Keller. Die Quakenbrückerin, die das „Weinhaus Gebr. Köster“ in der Langen Straße leitet, lächelt. „Mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß. Ich möchte gar nichts anders machen.“

Die gelernte Industriekauffrau hat vor fünf Jahren das Geschäft ihrer Eltern Eleonore und Ulrich Behre übernommen, seit 1992 half sie bereits dort mit. Nach ihrer Lehre hat Marion Schone bei verschiedenen Winzern und Sektkellereien an der Mosel Praktika gemacht. Das Interesse für Wein, Anbau und Lagerung wuchs in der Ferne noch. Doch auch wenn sie gern reist, ist sie sehr heimatverbunden. „Ich bin eine echte Quakenbrückerin. Ich bin hier geboren, und mir war schon während meiner Ausbildung klar, dass ich wieder zurückkomme.“

Dann erzählt die zweifache Mutter von den Wurzeln der heutigen Weinhandlung, die in zwei bedeutenden Quakenbrücker Weinhäusern liegen. 1857 baut die Familie C. Kruse das heute noch bestehende Weinhaus eigens für die Lagerung und den Verkauf des Getränks. 1963 wird Marion Schones Vater hier Geschäftsführer, im Jahr 1991 übernimmt er das Haus. Die Weinhandlung Gebr. Köster gründet sich 1964, neun Jahre später übernimmt sie Eleonore Behre. „Die alte Weintradition dieser beiden Häuser führen wir heute weiter“, erzählt sie.

In dem heutigen Weinhaus gibt es einen Empfangs- und Verkaufsbereich, ein Gesprächszimmer und eine Verpackstation. Besonders jedoch beeindruckt das zum größten Teil erhaltene, 850 Quadratmeter große Kellergewölbe. „Unser Bacchuskeller ist der größte Weinkeller Niedersachsens“, sagt Marion Schone stolz. „Hier finden Feierlichkeiten jeder Art und Weinverköstigungen in größerem Stil statt.“ Sie lacht. Und man kann es sich auch gut vorstellen: Schaut man sich im mittelalterlich anmutenden Keller um, hört man förmlich das Lachen der Gäste, spürt die Feierlaune und die gesellige Atmosphäre. „Wir bieten auch unseren beliebten Artländer Wurstgalgen an. Das ist vor allem Frischwurst aus der Region.“

Damals jedoch, das heißt vor etwa einhundert Jahren und darüber hinaus, habe man in diesem imposanten Keller nicht gefeiert, sondern noch bis 1989 riesige Weinfässer gelagert und abgefüllt. „Am Rand der Langen Straße lagen die Weinfässer – bis in den Hof hinein.“ Marion Schone zeigt alte Fotografien, die faszinieren. Ein paar Fässer gibt es im Keller noch, doch dienen sie zur Zierde.

Im Keller kann man sich die Chronik aus über 150 Jahren Weinhaus-Geschichte anschauen: Hier gibt es Zeitungsberichte, Bilder, Postkarten, alte Produkte und Weinbaugeräte. „Wir möchten das demnächst noch weiter im Museumsstil ausbauen, damit sich Gäste ein Bild von uns und unserer Vergangenheit machen können.“

Dreimal im Jahr fährt Familie Schone zu verschiedenen Weingütern, um den direkten Kontakt zu halten und neue Weine zu testen. „Durch den persönlichen Draht zum Winzer können wir sicherstellen, dass unsere Weine qualitativ hochwertig sind. Vor allem sind das deutsche Weine, man findet bei uns aber auch aus dem Ausland stammende Tropfen und Messweine.“

In der Weinhandlung gibt es außerdem Liköre und Schnäpse. Wer will, kann sich Präsentkörbe ganz nach Lust und Laune oder Anlass zusammenstellen lassen, zum Beispiel mit Quakenbrücker Spezialitäten. „Wir haben den Poggenschluck, den Artland-Drachen und das Hasegold erfunden.“ Marion Schone lächelt. „Die Arbeit mit Wein ist eine Herausforderung. Man lernt immer dazu, und vor allem: Es wird nie langweilig.“ Ehemann Uwe, der seit zehn Jahren mit im Weinhaus arbeitet, betritt mit einer Kundin das Gesprächszimmer. Sie möchte einen bunten Präsentkorb für einen Arbeitskollegen. „Sehen Sie?!“, schmunzelt Marion Schone und entschuldigt sich für eine Weile.

Informationen im Internet: www.weinhaus-koester.de

 

 

Regionales Hühnerfutter mit heimischen Leguminosen

03.12.2020

Eier und Fleisch vom Bauern nebenan im Hofladen oder vom Wochenmarkt: Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen regionale Lebensmittel, weil sie nachhaltig handeln wollen. Stammt auch das Hühnerfutter aus der Heimat, können Direktvermarktende doppelt punkten. Um die Wertschöpfung für heimisches Eiweißfutter zu stärken, haben zwei Initiativen ein ganz besonderes Legehennenfutter entwickelt.

Der Nachname von Andreas Huhn passt gut zu seinem Job. Er hat die regionale Wertschöpfungskette zum Hühnerfutter im Rahmen seiner Tätigkeit für das Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne (DemoNetErBo) und der Initiative Eiweißfutter aus Niedersachsen (EFN) aufgebaut. "Wir suchten zunächst Landwirte mit Direktvermarktung, die den Mehrwert des regionalen Futters sehen und an ihre Kunden kommunizieren wollen. Im zweiten Schritt haben wir dann eine kleinere Mühle gefunden, die viel Erfahrung im Mischen von Hühnerfutter hat und Interesse daran, ein größtenteils auf heimischen Zutaten basierendes Produkt ins Portfolio aufzunehmen", erklärt Huhn.

Gefunden wurde die Futtermühle Stelter nahe Bremen, die eine Futtermischung entwickelte, deren Komponenten derzeit zu 80 % aus Deutschland stammen (29 % Mais, 12 % Weizen, 12 % Erbsen, 9 % Ackerbohnen, 8 % Futterkalk, 8 % Triticale, 2 % Haferkleie), wiederum der Großteil davon aus Niedersachsen. Ein Anteil von 14 % gentechnikfreies Soja kommt aus dem Donauraum. Ziel ist es, in wenigen Jahren 98 % des Futters aus regionalen Rohstoffen zu mischen.

Regionale Strukturen, kurze Transportwege

Neben Soja sind Erbsen und Ackerbohnen die wesentlichen Eiweißquellen für das Futter. Sie kommen auf relativ kurzen Transportwegen von nicht mehr als 150 Kilometern in die Futtermühle. "Da kam uns zugute, dass wir schon lange Jahre Kontakte zu Erzeuger*innen haben und seit mehreren Jahren über die Vermarktungsplattform www.leguminosenmarkt.de Erntemengen bündeln," erklärt Huhn. Die Tiere nehmen das Futter mit einem Anteil von etwa 35 Prozent Körnerleguminosen gut an. "Dazu ist es wichtig, bei den Ackerbohnen vicinarme Sorten wie z.B. Tiffany einzusetzen, da dieser sekundäre Inhaltsstoff den Futterwert negativ beeinträchtigt. Soja muss getoastet werden, um antinutritive Stoffe wie Trypsininhibitoren zu reduzieren", erklärt der Projektberater Huhn und ergänzt: "Wichtig ist uns außerdem, dass das Futter bezahlbar bleibt. Es ist nur etwa ein Euro pro Dezitonne teurer als herkömmliches Futter."

"Bei kleineren Kooperationen funktioniert der regionale Ansatz mittlerweile gut, bei größeren Abnehmern haben uns bisher die entsprechenden Mengen in gleichbleibender Qualität gefehlt, die aus einer Region kommen", erklärt Huhn. Bei den größeren Händlern fehle bislang zudem das Eigeninteresse am Aufbau einer regionalen Marke. Bleibt zu wünschen, dass sich das ändert, denn inzwischen gibt es viele positive Erfahrungen mit der Fütterung von heimischen Körnerleguminosen aus der Praxis.

In drei Online-Seminaren Anfang Dezember berichten Experten über die Fütterung und die Rationszusammenstellung unter Einsatz heimischer Körnerleguminosen bei Rindern, Geflügel und Schweinen.

Weitere Informationen zu den Fütterungsworkshops: www.demoneterbo.agrarpraxisforschung.de/index.php?id=119

Koordination Wissenstransfer

Kerstin Spory
Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Tel.: 069 7137699-87
E-Mail: kerstin.spory@fibl.org

Hintergrund

Andreas Huhn und seine Kolleg*innen haben eine Wertschöpfungskette von Erzeuger*innen bis zum Endprodukt geschaffen, die in dieser Form für Körnerleguminosen viel zu selten vorhanden ist. Der Grund: Derzeit liegt der Anbau von Hülsenfrüchten in Deutschland trotz steigender Tendenz bei nur knapp zwei Prozent der Ackerfläche. Potenzial gäbe es für zehn Prozent. Warum? Das Wissen über den Anbau ist verloren gegangen, weil Kulturen wie Weizen, Mais und Raps immer mehr in den Fokus gerückt sind. Inzwischen ist der Anbau heimischer Eiweißpflanzen politisch gewünscht und wird gefördert, weil sie große Vorteile für Umwelt und Natur haben.

Die Landwirte brauchen jedoch einen sicheren Absatzmarkt, der sich erst langsam entwickelt. Hier setzt das Demonstrationsnetzwerk Erbse / Bohne an: es zeigt neue Vermarktungswege auf und vernetzt Akteur*innen. Ziel des Netzwerks ist es, den Anbau, die Verwertung und Vermarktung von Erbsen und Bohnen in Deutschland auszuweiten und zu verbessern. 58 bundesweite Demonstrationsbetriebe zeigen, wie Anbau und Wertschöpfung von Erbse und Bohne gelingen. Rund 60 Prozent der Netzwerkbetriebe wirtschaften konventionell, 40 Prozent ökologisch. Informationen rund um Erbsen, Bohnen und das Netzwerk finden Interessierte unter www.demoneterbo.agrarpraxisforschung.de.

Das DemoNetErBo wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der BMEL Eiweißpflanzenstrategie und läuft noch bis Ende 2020.

QuellePressemitteilung Demonetzwerk Erbse/Bohne, Frankfurt, 17. November 2020


EINSATZ FÜR BIOLOGISCHE VIELFALTAnkumer Biohof Brummer-Bange für Schutz der Artenvielfalt ausgezeichnet

 

 

Der landwirtschaftliche Gemischtbetrieb, mit einer Größe von 65 ha, wird von Maria und Detert Brummer-Bange zusammen mit mittlerweile 7 Mitarbeiter/Innen bewirtschaftet.

Auf den Ackerflächen werden Dinkel, Roggen und Weizen als Brotgetreide angebaut.

Ein breites Sortiment an Speisekartoffeln ist in die Fruchtfolge eingebunden und für die Tiere werden Flächen mit Kleegras und Futtergetreide bestellt.

Für einen befreundeten Biolandkollegen ziehen wir die Nachzucht auf. Die Kälber und Rinder erhalten im Sommer Weidegang und werden im Winter in großzügigen Laufställen mit Heu, Kleegrassilage und hofeigenem Getreideschrot gefüttert.

Des Weiteren gehören Schweine und Geflügel zu den weiteren Tieren des Hofes.


Die größtren Bio-Supermärkte:

 

 

1. Denn’s 2019 1,12 Milliarden € Umsatz

2. Alnatura 2019: 1,08 Milliarden € Umsatz

3. Bio Company 189,2 Millionen €

4. Basic Company 131 Mio €

5. Aleco

denn’s Biomarkt ist der Biosupermarkt der Dennree GmbH, deren ersten Markt es im bayrischen Geretsried ab 2003 gab, und mit 311 Filialen die größte Biomarkt-Kette Deutschlands und Österreichs, gemessen an der Anzahl der Filialen, vor Alnatura und Bio Company.

 „Mir war schlagartig klar, dass Fleisch von derart gequälten Tieren keine lebensfördernde Nahrung für uns Menschen sein kann.“

Schweisfurth lebte auch zuletzt noch in Herrmannsdorf.[1]


Hof Kurre
Zum See 4
D-49456 Bakum

PN.Nr.: DE-032264

24/7 Abholung

Sie können unsere frischen Eier 24/7
an unserem Eierautomaten bei der
Fleischerei Landwehr erwerben.

Von-Galen-Straße 21, 49456 Bakum


PRIVATEBEEF

 

Die Menschen hinter dem Produkt

Wer wir sind

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Liebhaber des guten Geschmacks.

Der Überzeugung, dass die besten Lebensmittel nur durch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren entstehen. 

 

Jörg Seeger,

Landwirt aus Bissel bei Großenkneten weiß, was die Tiere benötigen. Gutes Futter, eine natürliche Umgebung, Ruhe und ganz viel Zeit.

Tim Dreischmeier,

Wirtschaftsingenieur aus Bissel bei Großenkneten weiß, was gutes Fleisch ausmacht und worauf es Liebhabern der guten Küche ankommt.


Obsthof Klöker 

Holdorfer Str. 84

49413 Dinklage




Milchhof Fiedler

Tierparkstr. 45

49419 Wagenfeld

Tel.: +49 - (0)5774 - 1463

Fax: +49 - (0)5774 - 1462

sandra.fiedler74@web.de


Kornelia Wölki

Ströher Straße 5

33803 Steinhagen

Deutschland

Telefon: 05204-8107

Fax: 05204-921623

E-Mail: info@gemuesehof-stroehen.de

Homepage: Gemüsehof Ströhen (Demeter) Steinhagen


Bakum

Im Lüscher Dorfkiosk ist alles Bio

Dagmar Suding hat sich in der Corona-Krise einen Traum erfüllt und einen eigenen Laden aufgemacht. Ihr "Ass im Ärmel" ist Mutter Detty.

Simon Schuling | 12.07.2020

Umsatzeinbrüche, Kurzarbeit und Kündigungen: Die Corona-Krise sorgt überall in Deutschland für wirtschaftliche Schwierigkeiten. Dagmar Suding aus Lüsche arbeitet eigentlich in einem Reisebüro in Vechta. Die besonders von Corona betroffene Branche bot auch für sie im April dieses Jahres keine rosigen Aussichten mehr. Erst erzwungener Urlaub, dann Kurzarbeit.

Persönliche Geschichte zu den Produkten

Doch acht Wochen Pause waren für sie keine Option. "Einfach nur herumsitzen und Nichtstun kann ich nicht." Stattdessen erkannte Dagmar Suding in der Krise eine Chance und erfüllte sich einen lang gehegten Traum: einen Kiosk mit Bioprodukten. Seit dem 1. Mai kommen nun jeden Tag von Mittwoch bis Samstag Kunden in den Dorfkiosk an der Lüscher Dorfstraße.

Schon seit langer Zeit interessiert sich die gelernte Reisekauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin für Lebensmittel aus aller Welt. "Ich liebe einfach gutes Essen und Ausprobieren." Das macht sich auch im Kiosk bemerkbar. Alle Artikel sind per Hand etikettiert, zu vielen Produkten kann Suding eine Geschichte erzählen. Neben dem dauerhaften Sortiment, das alle drei Mahlzeiten des Tages abdecken soll, gibt es zusätzlich immer wieder außergewöhnliche Produkte, wie riesige Austernpilze oder alte Tomatensorten.

"Wein aus Südafrika oder Avocado aus Südamerika gibt’s bei uns nicht."Dagmar Suding, Lüscherin

Alle paar Tage zeigt Dagmar Suding ausgewählte Artikel und Serviervorschläge auf Facebook. Besonders wichtig ist ihr, dass ihre Produkte keine Zusatzstoffe und möglichst kurze Lieferwege haben. Daher bezieht die Lüscherin zum Beispiel Bio-Gemüse vom Wilhelminenhof in Büschel oder Tee von Lebensbaum in Diepholz. "Wein aus Südafrika oder Avocado aus Südamerika gibt’s bei uns nicht", so die Unternehmerin.

Unterstützung beim Verkauf bekommt Dagmar Suding von ihrer Mutter Bernadette, genannt Detty. Mit ihrer Mutter habe Suding ein echtes "Ass im Ärmel". Detty Suding sei in Lüsche als Verkaufstalent bekannt. 40 Jahre lang führte sie den Edeka-Markt im Dorf. Mit ihrer neuen Aufgabe als Verkäuferin von Bio-Lebensmitteln kann sie sich bestens identifizieren. "Man sollte lieber etwas Gutes essen und dafür nicht so viel. Und die Autofahrt könnt ihr euch bei uns auch noch sparen", sagt sie Lüscher Skeptikern, denen ihre Bio-Produkte zu teuer sind.



Ein Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft

 

Mit dem bisherigen Verlauf sind die beiden Frauen zufrieden. Sogar Menschen aus Diepholz und Cloppenburg kämen vereinzelt zum Einkaufen nach Lüsche. In erster Linie wünschen sich Dagmar und Detty Suding aber, "einen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft" zu schaffen. Im September wolle man eine erste Bilanz ziehen und dann entscheiden, wie es mit dem Lüscher Dorfkiosk weitergeht.

 

Cloppenburg

"Die Dreckigen muss man selber essen"

Mit 23 schon der Chef: Der frühe Generationswechsel ist auf dem Hof Meyer-Hemmelsbühren geglückt. Jupp Meyer hat mit einem "Hühner-Hotel" einen kleinen, feinen Betriebszweig hinzugefügt.

Hubert Kreke | 16.07.2020



Abends hat er noch acht Hektar Gerste gedroschen, „bis zehn, da wurd‘s zu nass“. Morgens steht Jupp Meyer um 7 Uhr schon wieder in seinem „Hühnerhotel“. Das mobile Geflügel-Heim auf einer Wiese neben der Leharstraße hat den 23-jährigen Cloppenburger auf einen Schlag bekannt gemacht.

Denn der Landwirtschaftsmeister und Betriebswirt zieht seine 226 braun-weißen Hennen in dem rollenden „Schlafstall“ über die Wiese immer ein Stückchen weiter, wenn das Grün zerpickt ist – bei jedem Wetter. „Die waren noch keinen Tag drinnen“, unterstreicht er. Was die Schar ins Nest gelegt hat, sortiert der junge Chef jeden Morgen säuberlich in die Pappschachteln, um seinen SB-Automaten an der Leharstraße zu befüllen. In der Zeit der Kontaktsperre war die Bio-Ware oft schon vormittags ausverkauft. Selbst danach liegt kein Ei länger als 36 Stunden im Kühlfach.



"Wenn ein Kunde hierher kommt, will er nicht 08/15-Ware aus dem Supermarkt, sondern Champions League."Jupp Meyer

Meyer schaut ganz penibel hin. „Jedes Ei zählt. Wenn ein Kunde hierher kommt, will er nicht 08/15-Ware aus dem Supermarkt, sondern Champions League“, sagt der Unternehmer selbstbewusst. Was in den Verkauf geht, muss „wie aus dem Ei gepellt“ aussehen. Fleckige Eier nimmt Meyer mit zum eigenen Frühstück: „Die dreckigen muss man selber essen“, sagt er. Nur so lässt sich der Stückpreis von 50 Cent rechtfertigen.



Dass sein Automat so rasch geleert wird, bestätigt den Jungunternehmer: „Das gute Feed­back zeigt ja, dass die Leute bereit sind, für Qualität mehr auszugeben. Die Transparenz, wie‘s entsteht, gefällt ihnen.“

Die Idee hat Meyer entwickelt, als er während seiner Ausbildung in einem Legehennen-Betrieb im Emsland arbeitete. Auf die kleine Direktvermarktung an der Straße „wollte ich noch eine Schüppe drauflegen“, erzählt er. Mit 23 pachtete der Junior den ganzen Hof von seinem Vater, mit Wald und Acker.

Der Rückzug auf Raten mit erst 56 Jahren fällt Georg Meyer-Hemmelbühren leicht. „Wir haben so viel Glück mit unseren Kindern“, sagt der Senior: „Das ist ja heute nicht selbstverständlich, dass sie weitermachen.“ „Ich bin nie gedrängt worden“, bestätigt der Junior. Und: „Mein Vater war immer offen für neue Ideen.“

Beiden ist klar: Von der Hühner­hotel-Nische allein kann kein Hof überleben – auch nicht die Masse der Verbraucher. „Ich könnte damit keine eigene Familie ernähren und auch nicht halb Cloppenburg“, sagt der noch solo lebende Junior. Seine Schlussfolgerung: „Es muss auch Landwirte geben, die es anders machen.“

Die scharfe, teils polemische Kritik an der Massenproduktion sieht Jupp Meyer folglich zwiespältig. „In der Landwirtschaft ist eine Generation herangewachsen, der die Probleme bewusst sind“, sagt er. Aber: „Der Wandel kann doch nur kommen, wenn man es auch umsetzen kann. Das funktioniert nicht mit reißerischen Parolen, das geht nur langsam und im Gespräch. Dieser Prozess dauert.“ Wenn Landwirte wie Feindbilder betrachtet würden, weil sie innerhalb eines gewachsenen Wirtschaftssystems arbeiten, das sie nicht im Alleingang und schon gar nicht ohne wirtschaftspolitische Rahmensetzung verändern könnten, grenze das an „Diskrimierung“, meint Meyer. „Alle Betriebe wachsen, nur den Landwirten macht man das zum Vorwurf.“

Ein großes Problem in dieser Auseinandersetzung ist für den jungen Landwirt eine „Doppelmoral“ unter Verbrauchern: „Da wird laut gefordert und leise das Gegenteil getan“, sagt er. So verlangen zwar über 90 Prozent aller Verbraucher mehr artgerechte Tierhaltung, doch der Anteil von Biofleisch am Konsum ist trotz steigender Tendenz noch immer gering in Deutschland: 1,4 Prozent vom Schweinefleisch, bei Geflügel 1,8 Prozent und bei Rindfleisch 4,4 Prozent (Quelle: Neue Züricher Zeitung).

 








 

Mimbiss

Über diesen Bauernhof

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Bei Heidrun Plümer unverpackt einkaufen

Die 30-Jährige macht mit ihrem Truck jetzt auch Station im Landkreis Vechta. Gewürze, Süßigkeiten und andere Lebensmittel werden nach Kundenwunsch abgefüllt.

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Abgefüllte Mengen nach Kundenwunsch: Heidrun Plümer aus Barver will Verpackungen vermeiden. Foto: Speckmann

Abgefüllte Mengen nach Kundenwunsch: Heidrun Plümer aus Barver will Verpackungen vermeiden. Foto: Speckmann

 

Premiere auf dem Wochenmarkt in Vechta: Heidrun Plümer hat am Mittwoch erstmals Station in der Kreisstadt gemacht. Mit ihrem Truck tourt die Geschäftsfrau aus dem Nachbarkreis Diepholz nun durch die Region - mit weiteren Stopps in Lemförde, Damme, Diepholz, Sulingen und Lohne.

Die Produktpalette umfasst Mehl, Hülsenfrüchte, Cerealien, Samen, Nüsse, Gewürze und Süßigkeiten. "Alles lose und unverpackt", sagt die 30-jährige Barveranerin. Nachhaltigkeit und Müllvermeidung haben einen hohen Stellenwert für Plümer. Im vergangenen Jahr habe sich diese Haltung verstärkt, als sie mehrere Fernsehberichte über Plastik und seine negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt sah.

"Zunächst habe ich bei uns in der Familie vieles verändert", erzählt sie. In der Ausstattung der Küche gehe sie weg von Kunststoff und verstärkt zu Holz und Glas über. Sie vermeide Verpackungen, wo es nur gehe. "Aber wenn man bei Lebensmitteln auf Plastik verzichten will, wird es schwierig", so ihre Erfahrung. Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit möchte die gelernte Landwirtin und Einzelhandelskauffrau nun einen Beitrag dazu leisten, die Situation im Handel ein Stück weit zu ändern: "Ich will für die Region einen Mehrwert schaffen."

"Alle Waren haben Bio-, Bioland- oder Demeter-Qualität."Heidrun Plümer

Heidrun Plümer verkauft die Ware auf mehreren Wochenmärkten in den Landkreisen Vechta und Diepholz, neben Vechta auch in Lohne und Damme. In Lohne wird sie künftig samstags alle 14 Tage, immer in den ungeraden Kalenderwochen, mit ihrem grünen Mobil vorfahren. In Damme ist sie jeweils Donnerstagsnachmittags. "Ich verkaufe Standard-Lebensmittel: Nudeln und Nüsse, Mehl und Müsli, Kaffee und Kakao, Knabbereien, Süßigkeiten, Öl, Essig, Reis, Drogerieartikel wie Flüssigseife und Shampoos - aber alles unverpackt und grammgenau abfüllbar", sagt die gelernte Landwirtin und Mutter zweier Kinder.

Bäckereimobil wurde für Wochenmarkt umgebaut

Den Unverpackt-Truck, ein ehemaliges Bäckerfahrzeug, hat sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Schwager - ein Tischler und ein Schlosser - selbst nach ihren Wünschen hergerichtet.

Neu auf dem Lohner Wochenmarkt: Heidrun Plümer mit ihrem Unverpackt-Mobil. Foto: KlapprothNeu auf dem Lohner Wochenmarkt: Heidrun Plümer mit ihrem Unverpackt-Mobil. Foto: Klapproth

Die Geschäftsfrau bezieht ihre Waren – vieles in Papiertüten oder Mehrwegbehältnissen verpackt – weitestgehend von heimischen Landwirten und Lieferanten, erzählt sie. Bei Waren, die nicht in der Region produziert werden können, achte sie darauf, dass sie fair gehandelt seien. "Alle Waren haben Bio-, Bioland- oder Demeter-Qualität", betont die Barveranerin.

Die Kunden können die lose Ware nach dem Wiegen entweder in mitgebrachte Behältnisse füllen lassen oder passende Gefäße und Leinenbeutel am Truck erwerben. "Ich habe extra schöne Gläser ausgesucht, die man sich gut in die Küche stellen kann", so Plümer. Mit den ersten Rückmeldungen auf dem Wochenmarkt in Vechta ist die neue Beschickerin durchaus zufrieden. Sie geht davon aus, dass sich das Angebot erst noch herumsprechen muss.


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